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i documenti de Raixe Venete VENEDIG - HISTORIE
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1. Die Anfänge
Die Stadt Venedig erhielt ihren Namen nach dem Wohngebiet der antiken Veneter (Venetien). Die Abwanderung der Bewohner des Venetischen Festlandes auf die Laguneninseln setzte schon im 5.Jh. ein, doch versuchten die Flüchtlinge meist wieder zum Festland zurückzukehren. Zu einer dauerhaften Besiedlung der Inseln (u.a. Malamocco, Grado, Torcello, Caorle und die Inselgruppe des Rivus altus (Rialto)) kam es erst nach dem Einfall der Langobarden (568), vor denen auch der Patriarch von Aquileja mit dem Kirchenschatz nach Grado flüchtete.

Die Inseln blieben zunächst im Verwaltungsbereich des byzantinischen Exarchen von Ravenna, dem der für die ` Provincia Venetiarum` zuständige Magister militum, später der Dux (der Doge) unterstand. 828 wurden die Requilien des hl. Markus in Alexandria (Ägypten) geraubt und nach Rialto überführt; daher die spätere Bezeichnung MARKUSREPUBLIK oder REP. VON SANMARCO; im 10.Jh. wurde die Siedlung noch Civitas Rivoalti genannt.

2. Handelsmetropole:

Während die Macht des Dogen 1172 durch den Großen Rat, neben dem es auch den kleinen Rat gab, beschränkt wurde, eroberte die Republik von San Marco an allen Küsten der Levante Handelsstützpunkte und besaß im 12.Jh. bereits dalmatin. Küstengebiete
(mit Zara) und neben Genua eine wirtschaftl. Monopolstellung im Byzant. Reich. Die veneziansche Handelsflotte stand unter staatl. Schutz; in Konstantinopel befand sich eine Kolonie von 10000 Venetianern unter einem `Bailo` als Repräsentanten der Stadt, die einer eigenen Gerichtsbarkeit unterworfen waren, als die Hauptstadt des Byzant. Reiches auf Veranlassung des Dogen
E. DANDOLO im 4. Kreuzzug erobert und geplündert wurde (1204).

Der Wettstreit mit Genua führte ab dem 13.Jh. zu Auseinandersetzungen, die mit dem Sieg über die genues. Flotte bei Chioggia (1380, Chioggiakrieg) und dem Frieden von Turin (1381) die Anerkennung der venezian. Vorherrschaft im Östl. Mittelmeer brachten. Durch die Beschränkung des Großen Rats auf bestimmte Familien, die Einsetzung des Rats der Zehn (Consiglio die
Dieci) und später der `Inquisitori di Stato` zur Wahrung der Staatssicherheit wurde die oligarische Verfassung gefestigt. Von den vom Großen Rat eingesetzten Kommissionen mit richterl. und polit. Befugnissen entwickelten sich ab dem frühen 13.Jh. der Rat der Vierzig
(Quarantia) und der Senat zu wichtigen Zentralbehörden. Anschläge auf die Verfassung wurden unterdrückt und streng geahndet. Ab Ende des 14.Jh. begann Venedig seine Herrschaft auch auf das Festland auszudehnen und erreichte im Frieden von Lodi (1454) die Adda als
Grenze gegenüber Mailand.

3. Niedergang:
Nach dem Fall Konstantinopels (1453) mußte Venedig in immer neuen Verträgen auf seinen Besitzungen im östl. Mittelmeer zugunsten der Osmanen verzichten. Nach dem Verlust von Kretas (1669), der letzten Besitzung im Östl. Mittelmeer, blieben noch Korfu u.a. Ionische Inseln sowie das nördliche Dalmatien und Istrien bei Venedig; nach dem Frieden von Passarowitz (1718) hörte Venedig, das zu Anfang des 17.Jh. mit 148000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Italiens hinter Neapel war, endgültig auf, als polit. Großmacht im östl. Mittelmeer zu bestehen.

In den Kriegen um die vormacht über die italien. Staaten behauptete sich Venedig als unabhängige Macht. Sich meist an Frankreich anlehnend, konnte Venedig sich gegen die Übermacht
Habsburgs, besonders des habsburgischen Österreich, schützen.
Der nach der Entdeckung Amerikas (1492) und des Seeweges nach Indien (1498) abnehmende Levantehandel hatte einer im 18.Jh. blühenden Luxusindustrie (Glas, Email, Filigranschmuck, gold - und silberdurchwirkte Seidenstoffe) Platz gemacht. In den europ. Konflikten wahrte Venedig strikte Neutralität; die venetianische Diplomatie genoß an den europ. Höfen hohes Ansehen.
Politisch spielte Venedig jedoch keine große Rolle mehr. Bedeutend war im 18.Jh. besonders Venedigs einzigartiges gesellschaftliches Leben, seine mit viel Prunk begangenen Feste (Karneval), sein Theater und seine Malerei.


4. Verlust der Selbstständigkeit:

Trotz seiner Neutralität in den Revolutions -kriegen wurde Venedig während des Italienfeldzugs NAPOLEONS I. am 13.05.1797 besetzt, nachdem der Doge am 12. Mai sein Amt niedergelegt hatte. Entsprechend den Vereinbarungen des Friedens von Campoformio kam Venedig 1797 an Österreich, das es 1805 dem napoleon. Königreich Italien abtreten mußte. Seit dem Wiener
Kongreß war Venetien Teil des Österr. Lombardo - Venezian. Königreichs. 1848 rief D. MANIN die unabhängige `Repubblica di San Marco` aus (im August 1849 von den Österreichern zurückerobert).

1866 trat Österreich Venedig ab, das nach einerVolksabstimmung mit dem Königreich Italien vereinigt wurde. Damit war die wechsehafte und historisch bedeutende Zeit der Serenissima auch offiziell zu Ende.

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