STANPA
Sehenswertes Non-stop
Neben dem Markusplatz ist die nach dem gleichen Patron benannte Basilika das Hauptwahrzeichen schlechthin von Venedig. Im 13. Jahrhundert entstand die Basilika, die im Laufe der Jahrhunderte ständig verschönert und angereichert wurde. Die 2463 Säulen unterschiedlicher Herkunft, byzantinische und venezianische Goldmosaiken, die in der 76,5m langen und 62,5m breiten Basilika eine riesige Oberfläche bedecken, wurden wie auch die aus Konstantinopel geraubten Marmor-Mosaikfußböden zum Wahrzeichen der ganz im byzantinischen Stil gehaltenen Basilika.
Der Dogenpalast wurde nach einer großen Feuersbrunst 1577 im alten gotischen Stil wiedererrichtet. Ursprünglich war der Bau als Festung gedacht und mit Ecktürmen und Wallgraben ausgestattet. Erst als Venedig seine Vorherrschaft in der Adria gefestigt hatte wurde aus der Festung ein elegantes Regierungsgebäude, welches der Doge allerdings nur zum kleinen Teil bewohnte. Den größten Raum nahmen die Sitzungs- und Empfangssäle des Senats ein, welcher von hier seine Regierungsgeschäfte erledigte.
Nach einer Pestepidemie 1630, welcher über 50.000 Menschen zum Opfer fielen beschloß der Senat eine Kirche zum Gebet gegen die Pest und zur Läuterung der Stadtbewohner errichten zu lassen. Nach 50-jähriger Bauzeit war die Barockkirche , die den EIngang des Canale Grande beherrscht, vollendet. Tizian malte hier mehrere großformatige Bilder aus dem Heiligenzyklus.
Anfang des 16. Jahrhunderts begann man auch in Venedig,m Juden auszugrenzen. Das Einmgangstor zu ihrem Viertel Cannareggio wurde allabedlich verriegelt. So entstand1516 das erste "Ghetto" der Welt. Hier entstanden sechs-und siebenstöckige engeanliegende Wohnhäuser um die steigende Anzahl der Juden Venedigs unterzubringen. Das Ghetto-Viertel gehört gehört heute zu den häufig besuchten und unverfälschten Ecken Venedigs.
Die Brücke, welche heute als romatischer Fotohintergrund dient hatte im historischen Venedig eine ganz andere Bedeutung.Sie nennt sich Ponte dei Sposperi weil über sie die Verurteilten in ihre Zellen geführt wurden. Die Brücke entstand um 1600 und diente oftmals zum Wegsperren politisch Unbequemer oder gefährlicher Kanditaten.
Als Venedig im 16. Jahrhundert auf dem Höhepunkt seiner Macht stand, war dem Senat eine schlichte Holzbrücke am Ufer des Canale Grande nicht mehr repräsentativ genug. Es entstand die Rialtobrücke, für die 12.000 Ulmen- und Eichenpfähle in den Boden gerammt wurden. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war sie der einzige Fußweg über den Canale Grande und ist heute noch die meistfotographierte und bewunderte Brücke Venedigs.
Ausflüge
Burano
Die kleine Laguneninsel Burano hat weder eine alte Tradition noch berühmte Baudenkmäler aufzuweisen.
Existenzgrundlage der Inselbewohner war jahrhundertelang neben dem Fischfang die Spitzenklöppelei. Die Frauen haben sich damit wohl die Zeit vertrieben, solange ihre Männer auf See waren. Noch heute ist diese Handwerkskunst das Markenzeichen von Burano. Ob aber die in den vielen Läden angebotenen Stickereiarbeiten wirklich alle Handarbeit sind, darf doch bezweifelt werden.
Burano ist ein beschauliches Kleinod. Im Gegensatz zu Venedig wird man hier weder Hektik noch Lärm finden. Markant sind die bunten, farbenfrohen Häuser, die beim Besuch der Insel als erstes ins Auge stechen.
Murano
Im Mittelalter entwickelte sich die alte Handelsmetropole Venedig nach und nach zum Mittelpunkt abendländischer Glasmacherkunst.
Zeitweilig sollen bis zu 8000 Menschen in den venezianischen Glashütten beschäftigt gewesen sein. Vom 15. bis 17. Jh. erreichte die Glasmacherkunst dort ihren Höhepunkt.
Die Glaskünstler Venedigs nahmen manche Anregung aus dem islamischen Kulturkreis in ihre Arbeiten auf. Syrische Emailmalerei entwickelten sie weiter.
Der Gipfel venezianischer Glasmacherkunst war die Schaffung reinsten Kristallglases, das sich durch den unnachahmlichen Glanz und absolute Farblosigkeit auszeichnete.
Charakteristisch für den Höhepunkt venezianischer Glasfertigung sind Pokale mit Hohlstielen und Fußschalen mit Reliefs des Markuslöwenkopfes.
Im 17. Jh. zeigten bizarre Flügelgläser und Durchbrucharbeiten bereits den Verfall der Glasmacherkunst in der Renaissance an: Die Schliffe und Verzierungen sind zwar Ausdruck einer Technik in höchster Vollendung, wirken aber übertrieben. Glasmacher in Nordeuropa, vor allem in den Niederlanden und
- Glasfabriken in Murano
Eifersüchtig wachte Venedig über die Geheimhaltung der Glasrezepte, vor allen Dingen für das geschätzte Kristallglas.
Zeitweilig waren die auf Murano angesiedelten Glasmacher bei Weitergabe der Herstellungsverfahren mit dem Tode bedroht. Das Ansehen der Meister war hoch. Nicht selten erlebten sie die Erhebung den Adelsstand.
Carnevale in Venedig
Zehn Tage lang verzaubern alljährlich farbenprächtige Kostüme und Masken aus vergangenen Jahrhunderten die Lagunenstadt. Als Casanova oder venezianische Kurtisane maskiert, feiert man den "carne vale" -den Abschied vom Fleisch - bevor die Fastenzeit dem Übermut ein Ende setzt. Als Napoleon 1797 Venedig eroberte, ging mit der Republik auch der Karneval unter.
Er wurde 1980 von der Stadt Venedig wieder ins Leben gerufen, und die ganze Stadt wurde zur Bühne erklärt.
Die Maske hat in Venedig eine lange Tradition: Schon in vergangener Zeit stand es jedermann frei, in den Tagen des Karneval seine beliebige Rolle anzunehmen - ob Bürger oder Edelmann, ob Kurtisane oder Dame des Adels. Damit wurden für einige Tage die gesellschaftlichen Hierarchien außer Kraft gesetzt, und ein jeder konnte sich der Illusion einer anderen Identität hingeben.
Die Maske symbolisiert auch die Doppelgesichtigkeit venezianischen Lebens: Man verbirgt sich und stellt sich doch gleichzeitig zur Schau.
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